World Organisation for Modelshipbuilding and Modelshipsport
Weltorganisation für Schiffsmodellbau und Schiffsmodellsport
Fédération Mondiale de Modélisme Naval et de Modélisme Sportif

DOKUMENTE/DOCUMENTS

Sektionssitzung "M" Duchcov 1999

Ort: Barborateich, Duchcov, Tschechische Republik

Zeit: 20.15 Uhr

Anwesende Nationen:

Bulgarien, VR China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich,
Polen, Schweiz, Slovakei, Slovenien, Tschechische Republik, Ungarn
Dolmetscher:Manfied Schedl (D)

P. Schmidt:

Eröffnung der Sitzung durch den Sektionsleiter "M" Peter Schmidt

20.16

TOP. 1:

ZULASSUNG VON NICKEL - METALL - HYDRID AKKUS

P. Schmidt Der Sektionsleiter stellt eine mögliche Zulassung der neuen Akkus zur
Diskussion!

D

Die Naviga sollte die neuen Zellen zulassen. Die neuen Zellen enthalten kein
Schwerrnetall mehr und sind daher sehr umweltfreundlich. Aus diesem Grund
könnten die alten Ni-Cd Zellen irgendwann verboten werden.

GB

Vielleicht warte man noch ab, wie sich die Technik im Laufe des Jahres
fortschreitet.

P. Schmidt

Bei einem Verbot wird es sehr schwierig, die Zellen zu kontrollieren bei
Wettbewerben.

D

Das ist richtig, da sich die Zellen sehr gleichen und ein Unterschied sowohl im
Aufbau, als auch in der Spannungslage kaum feststeltbar ist.

GB

Vielleicht verbietet man das Entfernen des Schrumpfschlauchs.

D

Wegen den hohen Temperaturen wird sich ein Schrumpfschlauch oftmals selbst
auflösen und dann muss man selbst die Zellen. neu einschrumpfen.

cz

Vorschlag, die Zellen zuzulassen, mit einer Fahrzeitverlängerung aber noch um
ein Jahr warten.

SLO

Ebenfalls dafür, die Zellen zuzulassen, denn die Technik schreitet schließlich
immer weiter voran.

Über die Zulassung von Ni-Metall-Hydrid Zellen wurde abgestimmt:

Alle 12 Mannschaftsleiter waren für eine Einföhrung

Keine Gegenstimme, keine Enthaltung.

Die Zellen werden somit zugelassen.

 

TOP.2:

VERLÄNGERUNG DER FAHRZEITEN DER KLASSEN ECO-MONO-

HYDRO

SLO

Stellt gleichzeitig die Frage eines neuen, grösseren Kurses speziell für ECO. Dadurch könnten auch mehr Boote gleichzeitig fahren.

CZ

Erst sollte man über eine Verlängerung diskutieren und entscheiden, dann über neue Kurse.

D

Die Fahrzeit müsste erhöht werden, schon wegen der jetzt neu zugelassenen
Akkus. Die Boote würden zu schnell, die wenigsten könnten sie dann noch
beherrschen. Der Rennstil würde damit besser.
Vorschlag : Erhöhung bei HYDRO um 2 Minuten, bei ECO und MONO um 3
Minuten.

HUN

Der Vorschlag ist gut, gleichzeitig wäre ein M-Kurs bei ECO gut.

CZ

Besser noch nicht verlängern, noch 1 Jahr abwarten, denn die Akkus sind noch nicht erprobt.

D

Aber es ist jetzt schon abzusehen, daß erheblich mehr Energie zur Verfügung
stehen wird. Man hat die Fahrzeiten festgelegt, als es noch Akkus mit 1,2 Ah
Kapazität gab, jetzt ist man bei 2,4 Ah und darüber angelangt!

CH

Jeder Billigmotor wird bei der hohen Energie zerstört. Damit man bei
vernünftigen Strömen bleibt, ist eine Erhöhung notwendig

H. Kazmieruk

Aus der Sicht der Schiedsrichter und Startstellenleiter ist eine Erhöhung notwendig wegen der enorm gestiegenen Geschwindigkeiten.

BUL

Eine Erhöhung ist nicht akzeptabel!

AUT

Vorschlag um eine Erhöhung um 2 Minuten in allen Klassen.

CH

Schliesst sich dem Vorschlag an

GB

Fahrzeit bei HYDRO belassen, weil diese schnell sein müssen. Bei ECO und

MONO dafür.

Über eine Fahrzeitverlängerung wurde abgestimmt:

7 Mannschaftsleiter stimmten gegen eine Verlängerung, 5 dafür!

Die Fahrzeiten bleiben gleich!

 

TOP.3:

NEUER AUSTRAGUNGSMODUS DER KLASSEN ECO-MONO-HYDRO

CZ

Vorschlag über einen Endlauf. Qualifikation dafür z.B. aus 3 Vorläufen die 2 besten oder aus 2 Vorläufen einen besten, je nach Wettbewerb.

D

In Vorläufen würde zu hart gefahren, ebenso im Endlauf. Deshalb dagegen

 

 

AUT, BUL, CH, D, GB und SLO sprechen sich gegen eine Änderung des Auswertungsmodus aus.

 

Über eine Änderung des Auswertungsmodus wurde abgestimmt:

8 Mannschaftsleiter stimmten gegen eine Änderung, 4 dafür.

Der Auswertungsmodus bleibt.

 

TOP4:

VORBILDÄHNLICHKEIT DER KLASSEN MONO/HYDRO

P. Schmidt

Der Sektionsleiter stellt die Frage, ob eine neue Definition der Vorbildähnlichkeit notwendig ist oder nicht!

SLO

Ist generell gegen jegliche Vorbildähnlichkeit, könnte gestrichen werden.

D

Vorbildähnlichkeit ist sehr wichtig wegen der Attraktivität des Hobbys nach Aussen

CZ

Spricht sich ebenfalls für die Beibehaltung der Vorbildähnlichkeil aus.

H. Kazmierzak

Das Problem ist die genaue Definition darüber. Letztlich ist es dann Sache des Schiedsrichters zu entscheiden, wobei hier naturgemäss unterschiedliche Standpunkte auftreten.

Über eine Änderung der Vorbildähalichkeit wurde abgestimmt:
1 Mannschaftsleiter war dafür, 11 dagegen,

Die Regel über die Vorbildihnlichkeit bleibt bestehen.

TOP.5:

STREICHUNG, EINFÜHRUNG VON KLASSEN

P. Schmidt

Der Sektionsteiter stellt die Frage, ob Bedarf für neue Klassen vorhanden ist Gleichzeitig muss aber bei einer neuen Klasse eine alte gestrichen werden.

SLO

Die Klassen MONO 2 und 3 sowie HYDRO 2 und 3 sollten nicht mehr als Junioren ausgefahren werden, weil die Boote zu schnell geworden sind.

BUL

Schlägt vor, die, Klasse ECO Team in Standard und Expert aufzuteilen.

Über die Aufteilung ECO Team in Standard und Expert wurde abgestimmt:
4 Mannschaftsleiter waren dafür, 8 dagegen
Die Klasse ECO Team bleibt ohne Änderung bestehen.

P. Schmidt

Nochmals, bei Einführung einer neuen Klasse muß eine alte gestrichen werden!
Dies ist aber problematisch, wie sich in der Klasse FSR-E >2kg gezeigt hat.
In Velenje wurde kein WM-Titel vergeben, in Duchcov waren aber fünf Nationen am Start und somit bleibt die Klasse im Programm.

D

Diese Klasse ist sehr anspruchsvoll und dient als Schrittmacher
für den technischen Fortschritt. Deshalb ist es sehr gut, daß sie erhalten bleibt!

TOP.6:.

SCHALTER FÜR BEC-SYSTEM

P. Schmidt

Bis jetzt wurde kein extra Schalter verlangt, obwohl die Regel auch einen
eigenen Schalter für die Empfangsanlage vorsieht. Ausserdern waren ca. 1/3 der
Not-Aus-Schalter nicht korrekt wie vorgeschrieben.

Der Sektionsleiter kündigt an, bei der kommenden WM dies genauer zu kontrollieren.

SLO

Künftig sollten Bergebootbesatzungen wissen, was mit dem Not-Aus betätigt wird und vor allem wie! Trotzdem könnte man komplett auf den Not-Aus verzichten.

P. Schmidt

Dies kommt unter keinen Umständen in Frage!!!

CH

In der Schweiz benützen ca. 90% der Fahrer ein BEC. Wenn nun der eigentliche Not-Aus zwischen Akku und Regler geschaltet wird, könnte man doch auf einen eigenen Schalter verzichten.

D

Deutschland schließt sich dem an.

P. Schmidt

Wenn der Not-Aus-Schatter gleichzeitig die Empfangsanlage mit einschaltet, so ist kein separater Schalter dafür notwendig.

Der Sektionsleiter und die Mannschaftsleiter sprechen sich fär keinen
separaten Empfänger-Schalter bei, einem BEC-Systern aus, sofern mit dem
Not-Aus auch die Empfangsanlage ausgeschaltet bleibt.

TOP. 7:

ERHÖHUNG DES HUBRAUMS DER KLASSE F1-V 6,5 AUF 7,5 ccm

P. Schmidt

Die Erhöhung des Hubraums der Klasse F 1-V 6,5 auf 7,5 ccrn ist ein offizieller
Antrag aus Deutschland!

Über die Erhöhung des Hubraums wurde abgestimmt.
Alle Mannschaftsleiter sprachen sich für eine Erhöhung aus.

Die Klasse F 1-V 6,5 wird In F 1-V 74 umbenannt

TOP.8

ZUSÄTZLICHE VORSCHLÄGE

SLO

Die Slovenische Mannschaft schlägt vor, den Not-Aus Schalter in den Klassen

Eco, Mono und Hydro abzuschaffen.

Alle anderen 11 Mannschaftsleiter sprechen sich dagegen aus.

CH

Die Mannschaft der Schweiz schlägt vor, dass in der Klasse FSR-E Eco bei einer Bojenverfehlung die Boje nicht nochmals umrundet werden darf, sondern dass sofort eine Runde abgezogen wird. Dadurch würden sich unnötige Kollisionen an den Bojcn durch kreisende Modelle vermieden werden.

SLO

Slovenien schlägt einen kompletten. neuen Kurs für Eco vor, einen M-Kurs.

GB

Beides zusammen wäre eine gute Lösung.

D

Schließt sich dem Vorschlag der Schweiz an. Probleme kann es aber in Deutschland geben, wenn einer neuer Kurs für Eco eingeführt werden sollte, es würde viel schwieriger geeignete Gewässer und Ausrichter für Wettbewerbe zu finden.

SLO

Eine Entscheidung der Naviga wäre aber international und Deutschland hätte sich dem zu beugen

P. Schmidt

Man könnte ja national einen anderen Kurs fahren.

D

Dies ist strikt abzulehnen.

HUN

Stimmt aber auch für einen grösseren Kurs für Eco

P. Schmidt

Über den Vorschlag, bei Bojenverfehlung in der Klasse FSR-E Eco sofort eine Runde abzuziehen wurde abgestimmt:
9 Mannschaftsleiter sprachen sich dafür aus, 3 dagegen.

Bei Bojenverfehlung wird sofort eine Runde abgezogen. Über den Vorschlag, für FSR-E Eco einen M-Kurs einzuführen wurde abgestimmt:

8 Mannschaftsleiter sprachen sich dagegen aus, 4 dafür.

Der Kurs für FSR-E Eco bleibt bestehen.

F. Hofbauer

Wahl des Lektionsleiter"MOTOREN"

Der Präsident der NAVIGA dankt Peter Schmidt für sein Angagement während der vergangenen Amtsperiode.

Die Wahl des neuen Sektionsleiters wurde schriftlich durchgeführt. Als einziger Kandidat stand Herr Peter Schmidt zur Wahl.

Die Wahl des Sektionsteiters ergab:
8 Mannschaftsleiter stimmten für Peter Schmidt, 4 Mannschaftsleiter enthielten sich der Stimme.

Peter Schmidt wurde somit für eine weitere Amtsperiode gewählt. er nahm die Wahl an!

P. Schmidt

Der alte und neue Sektionsleiter dankt für das ausgesprochene Vertrauen und
verspricht, sich auch in Zukunft mit aller Kraft dem Amt zu widmen.
Gleichzeitig weisst er bereits auf die kommende Europameisterschaft im Jahre
2000 in Nürnberg (D) hin.

TOP.9:

VORSCHLAG ZUR GRÜNDUNG EINER SPORTKOMMISION

P. Schmidt

Der Sektionsteiter möchte eine Sportkommission ins Leben rufen, die sich
einmal jährlich treffen sollte und aus 5 bis 8 Mitgliedern aus den einzelnen
Rennbootgruppen bestehen. Aufgabe der Kommission soll es sein,
Regeländerungen, Verbesserungen etc. zu erarbeiten und diese dem Präsidium
vorzulegen.

Der Sektionsleiter bittet um Vorschläge über geeignete Mitglieder.

Herr Hans Büscher stellt sich für den Bereich FSR-E Eco zur Verfügung.

F: Hofbauer

Der Präsident der NAVIGA beschließt um 22.18 Uhr die Sektionssitzung "M" und dankt allen Mannschaftsleitern für die Mitarbeit

Gerhard Zibauer
Protokollführer