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World Organisation for Modelshipbuilding and
Modelshipsport |
C-Europawettbewerb 1999, Barcelona, Spanien
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| Wettbewerb: Nun der Wettbewerb in Barcelona war eine bittere Enttäuschung für alle Teilnehmer und Schiedsrichter. Es war, ausser der Ausstellung, eigentlich nichts organisiert. Die gesamte Organisation wurde von Franz Hofbauer, Präsident der NAVIGA und mir neu aufgebaut. Auf unsere Frage, wo Du und Angelina seien antwortete Puigagut, dass Ihr mit allen Unterlagen ihn verlassen hättet und er nun für die Organisation des Wettbewerbes keine Dokumente mehr besitze, was sich in der Folge als Lüge herausstellte, denn die Unterlagen waren alle vorhanden, aber er hatte diese zum Teil zu Hause und war nicht bereit sich danach zu richten. Übersetzungen: Wir mussten auch feststellen, dass die Übersetzerin Carolina nicht alles wörtlich übersetzt hat, insbesondere dann nicht wenn es für den Einen oder den Andern unangenehme Worte waren. Carolina wurde in Wien durch eine andere Übersetzerin vertreten die aber nur schlecht deutsch sprach. Generalversammlung: Auf Deiner Frage betreffend der Generalversammlung in Wien folgendes: Ich erhielt von Carolina zwei Telephone, zuerst wurden 3 und dann 5 Personen angemeldet, für die Franz Hofbauer auch die Zimmer im Hotel reservierte. Puigagut, Guien und die Übersetzerin kamen aber nie in das Hotel, sondern übernachteten direkt in Wien, ohne uns dies mitzuteilen. Mit 30 Minuten Verspätung erschienen sie dann an der Generalversammlung und erklärten, dass die gesamte Organisation in bester Ordnung sei. Es würden über 300 Schiffe teilnehmen. Organisation: Auch ich hatte mit der gesamten Organisation mit Puigagut sehr viel Arbeit. Drei mal war ich in Barcelona um alle Vorbereitungen zu treffen. Dies entspricht in keiner Weise den normalen Aufwendungen und ich musste dazu auch mehrere Ferientage opfern. Insgesamt habe ich 21 Briefe geschrieben von denen nur die ersten fünf schriftlich und die restlichen telephonisch beantwortet wurden. Viele der Fragen, für die ich um eine schriftliche Stellungnahme bat sind bis heute unbeantwortet. Es war ja ein Novum dass für die Organisation eines Wettbewerbes eine Organisationshilfe zur Verfügung stand. Diese Organisationshilfe wurde von mir auf Grund der Erfahrungen aus der Organisation der Weltmeisterschaft (1997 in St.Gallen, Schweiz) erarbeitet und beinhaltete alle wichtigen Elemente und Angaben. Auf der Basis dieser Organisationshilfe ist es möglich einen Wettbewerb durchzuführen. Der gesamte, anlässlich der drei Besprechungen in Barcelona, vereinbarte und schriftlichfestgelegte Terminplan wurde nie eingehalten und auch die wichtigsten Meldungen an mich erfolgten nicht oder nur bruchstückhaft. Anmeldungen, Teilnahmebestätigungen: Keiner der Teilnehmer oder Schiedsrichter erhielt eine Bestätigung seiner Anmeldung und auch die dringend benötigten Visa-Anträge an die Botschaften wurden nur teilweise und viel zu späht erledigt so, dass einige der Teilnehmer nicht anreisen konnten. Aus Italien waren über 20 Teilnehmer mit ca. 40 Schiffen gemeldet. Der italienische Präsident, Herr Ezio Casini hat für mehr als 600 US$ Telephone, Fax und Übersetzungen, gemacht und trotzdem nie eine Anmeldebestätigungen für sein Team erhalten. Aus diesem Grund haben dann nur zwei Personen teilgenommen !! Erst 2 Tage vor der Anreise war es Herrn Bellanger, Schiedsrichter aus Frankreich, möglich einen Ortsplan von Barcelona mit dem Standort des Salon Nautico und die notwendigen Angaben zu erhalten. Diese Unterlagen hat Bellanger an die Schiedsrichter in Deutschland weitergeleitet die bis Dato auch ohne Unterlagen waren. Auch mir standen keine zur Verfügung. Ausstellung: Etwas erfreuliches war aber die Ausstellung die beim Publikum gut ankam und in der die meisten Schiffe vor Berührungen bestens geschützt waren. Die Ausstellung war aber nur auf den Wettbewerb beschränkt und daher von den geplanten ca. 400 m Vitrinen nur ca. 100 m vorhanden da auch viele Spanier nicht teilnahmen. Ankunft/ Anmeldung Es war vereinbart, dass jeder Teilnehmer sein Schiff direkt an den zuvor bestimmten Platz in der Ausstellung stellen müsse. Dies war aber nicht möglich, da noch nichts bereit war. So wurden die Schiffe von Fremdpersonen in der Ausstellung herumgetragen, was gegen alle Bestimmungen verstösst, da dann niemand Verantwortlich ist wenn die Modelle beschädigt werden. Da keine für die Finanzen verantwortliche Person anwesend war, konnten die Teilnehmer die noch Zahlungen zu erledigen hatten, diese nicht tätigen und mussten das Geld ins Hotel mitnehmen. Dies hatte zur Folge, dass bei Herrn Hofbauer, im Hotel während dem ersten Nachtessen, eingebrochen und das gesamte Bargeld gestohlen wurde (3000 US$) !! Polizeirapport vorhanden. Leitung, Verantwortung: Puigagut sollte als Hauptverantwortlicher und in finanziellen Belangen alleinentscheidender Organisator während der Ankunft der Teilnehmer und danach täglich im Minimum 4 - 5 Stunden während der offiziellen Veranstaltungszeit anwesend sein. Dies war aber nicht mit seinen privaten Interessen vereinbar. Er kam meistens kurz vor 18 Uhr, und so standen uns nur 1.5 bis 2 Stunden für die wichtigsten organisatorischen Belange zur Verfügung. Der Präsident, Rafael Guien war immer anwesend, hatte aber weder organisatorische noch finanzielle Kompetenzen. Unterkunft und Transporte Anlässlich der drei Besprechungen in Barcelona wurde erklärt, dass das Hotel ca. 15 Km. ausserhalb von Barcelona direkt am Strand und im Besitze der Spanischen Armada ist. Vereinbart war auch dass für alle Teilnehmer, Schiedsrichter und Begleitpersonen ein Bus für die Fahrt zwischen Hotel und Ausstellung zur Verfügung steht. In der Ausschreibung steht: Das Hotel ist 25 Km. ausserhalb von Barcelona am Strand von Calella. Calella ist ein typisches catalanisches Fischerdorf. Die Transportkosten für die Hin- und Rückfahrt werden von der Fundacio Jauma Puig Agut bezahlt ! Es kam niemand auf die Idee in der Karte nachzusehen und dann festzustellen dass es nicht 25 sondern 65 Km sind. Das Hotel ist auch nicht am Strand. Tatsache ist: Der Fussweg vom Hotel zum Bahnhof und von der Station Sants bis zur Ausstellung betrug mehr als 4 km und die Fahrt dauerte 1h 11' pro Weg, so dass für Hin- und Rückreise pro Tag vier Stunden benötigt wurden. Den Schiedsrichtern wurden die Fahrkosten nach langen Verhandlungen bezahlt. Den Teilnehmer und den Begleitpersonen der Schiedsrichter verweigerte Puigagut die Bezahlung und dies trotz schriftlicher Garantie ! Da Puigagut generell erst am Abend anwesend war und die dringend notwendigen Besprechungen (es musste ja alles neu organisiert werden) jeweils auch 1,5 bis 2 Stunden dauerten, erreichten Franz Hofbauer und ich das Hotel meistens erst um ca. 21 30 h oder später. Im Hotel wurde aber nur bis 21 30 h Nachtessen serviert so dass wir mehrmals drauf verzichten mussten. (was sicherlich nicht typisch für Spanien ist wo alle erst späht essen gehen). Technische Unterlagen: Die für die Baubewertung notwendigen Formulare und Listen waren nicht vorhanden und mussten von den Schiedsrichtern zuerst neu erstellt werden. Dies war aber erst möglich, nachdem am Sonntag Nachmittag endlich auch ein Computer gebracht wurde. Entgegen der Vereinbarungen handelte es sich aber nicht um einen MAC System. Puigagut erklärte mir, dass er meine Disketten nicht gebrauchen konnte da er nur Zeichnungsprogramme, nicht aber Word und Excel auf seinem MAC besitze. Wäre mir dies frühzeitig bekanntgegeben worden hätte ich alle Disketten im PC-Format liefern können oder sogar meinen privaten Computer (MAC) mitgenommen ! Insgesamt hatte ich Puigagut 5 Disketten mit allen notwendigen Programmen und Terminplänen zugestellt die nun alle wertlos waren. Es bestand auch keine verwendbare Teilnehmerliste so dass alle Bewertungslisten von Hand geschrieben werden mussten. Teilnehmer/ Modelle: In den NAVIGA Reglement steht, dass pro Land maximal 84 Schiffe (verteilt auf 7 Klassen a max. 12 Schiffe) teilnehmen können. Von Spanien waren aber 157 Modelle anwesend. In Absprache mit den Schiedsrichtern beschloss ich, dass mit den spanischen Modellen zuerst ein rein Spanischer Wettbewerb durchzuführen ist und die 12 besten je Klasse dann am Europawettbewerb der NAVIGA teilnehmen können. Dies wollte aber Guien (Präsident des spanischen Verbandes) nicht und er bestimmte welche Modelle teilnehmen durften. Dieser Beschluss gab er uns schriftlich mit seiner Unterschrift. (Originale vorhanden). Dadurch waren aber einige der besten Spanischen Modelle vom NAVIGA-Wettbewerb ausgeschlossen die bei korrekter Wertung eine Medaille erreicht hätten. Die zwingend von den Spaniern vorzulegenden Baupläne wurden uns, trotz mehrmaliger Bitte, grösstenteils bis nach der Wertung vorenthalten was zur Folge hatte, dass die Punkte für die Übereinstimmung mit den Plänen fehlten und so keine Chance auf vordere Plätze mehr bestanden. Von uns wurden aber alle spanischen Modelle auch diejenigen die nicht am Europawettbewerb teilnehmen konnten nach NAVIGA-Regeln bewertet. Die für die Baubewertung dringend benötigten drei Tische und je 6 Stühle standen erst am Montagnachmittag zur Verfügung Medaillen, Urkunden Die Gold- Silber- und Bronzemedaillen entsprachen in keiner Weise der vereinbarten Ausführung. Es waren weder, NAVIGA-Emblem, der Name Europawettbewerb, noch Datum oder Ortsbezeichnung vorhanden,. Es wurden die normalen "Fundacio Puig Agut i Besora Medaillen" verteilt was gegen alle NAVIGA Bestimmungen verstösst. Dasselbe trifft auch auf die Urkunden zu auf denen Schiffsnahme, Klasse und die erreichte Punktezahl fehlten. Um die Medaillengewinner nicht noch ganz zu verärgern beschlossen wir (Hofbauer und ich), offizielle NAVIGA-Medaillen (zu Lasten der NAVIGA) nachzuliefern was innerhalb eines Monats, nach Barcelona, erfolgte. Medaillenvergabe, Abschlussfeier: Dies sollte am Samstag 4. Dezember um 17 00 h beginnen. Zu diesem Zeitpunkt waren weder Stühle (für Zuschauer und Teilnehmen) noch Tische für die Medaillen vorhanden so dass die Feier erst vierzig Minuten später begann. Eine Koordination der Ansprachen war nicht möglich da Puigagut keinerlei Vorbereitungen machte. Es war uns auch nicht bekannt welche Personen (Sponsoren, Veranstalter etc. ) anwesend waren. Von den drei anwesenden Übersetzerinnen (französich und englisch) durfte nur Carolina in deutsch übersetzen. Ebenso fehlte die NAVIGA-Flagge. Nachdem ich mit der Medillenverteilung, beginnend mit Broncemedaillen in der Klasse C1 angefangen hatte unterbrach Puigagut die Vergabe und erklärte, dass sie ein Problem hätten. Ich musste in der Folge zuerst alle Broncemedaillen danach die Silber und Gold übergeben. Da aber nichts nach Klassen geordnet war eine Übersicht unmöglich. Dies hatte zur Folge dass einige der Teilnehmer Vergessen wurden oder falschen Medaillen erhielten. Puigagut erklärte dann, dass die übrigen Teilnehmer ihre Erinnerungsmedaillen und -Urkunden bei ihm am Sonntag abholen können. In der anschließenden Schlussrede von Puigagut (von Carolina wurde nur das Positive übersetzt) erklärte er dass die NAVIGA für alle Unzulänglichkeiten zuständig sei und die Schiedsrichter versagt hätten. Puigagut wusste nicht, dass ein Übersetzer/Teilnehmer mit vorzüglichen Spanischkenntnissen anwesend war, der uns anschliessend über den effektiven Inhalt seiner Rede informierte. Bankett, Beschluss der Schiedsrichter: Nach all diesen Vorfällen und Unzulänglichkeiten weigerten wir Schiedsrichter uns mit dem Veranstalter (Puigagut und Guien) am Abend an einen Tisch zu sitzen und das Ganze noch zu feiern. Alle Schiedsrichter mit ihren festlich gekleideten Begleiterinnen (letztere hatten pro Person noch 5000 PTS bezahlt) verliessen die Ausstellung und fuhren unverzüglich ins Hotel und waren auch nicht bereit sich noch zu bedanken. Offene Kosten der nichtspanischen Teilnehmer: Den Teilnehmern wurden die Fahrkosten nicht erstattet: pro Teilnehmer 10 Tage x 850 PTS = 8500 PTS Total 53 Teilnehmer 450 500 PTS Nachlieferung von 37 NAVIGA-Medaillen 37 Medaillen x 1500 PTS = 55 500 PTS Die Kosten, insbesondere die Aufwendungen für Telephone, Fax etc. der einzelnen Landesdachverbände und Teilnehmer die sie aufwenden mussten um wenigstens die wichtigsten Informationen zu erhalten, sind mir nicht bekannt. Meine Aufwendungen für die Organisation, (nur Telephone und Fax) betragen ca. 40 000 PTS |
| Roger
Fragniere Sektionsleiter C |